Und? Hast du deine Aufgaben für den heutigen Tag bereits erledigt? Oder bist du gerade über diesen Blogpost gestolpert, weil du verzweifelt versuchst, dich von deiner To Do Liste abzulenken? Keine Sorge: Du bist nicht allein. Etwa 98% aller Menschen geben an, Prokrastination schon mindestens einmal erlebt zu haben.

Aber was ist Prokrastination überhaupt? Das Wort „Prokrastination“ kommt vom lateinischen Wort procrastinare, was so viel wie „vertagen“ bedeutet. Landläufig wird Prokrastination auch gerne „Aufschieberitis“ genannt. Wie die Worte nahelegen, bezeichnet Prokrastination das beharrliche Aufschieben von Aufgaben. Dabei ist es egal, um welche Aufgabe es sich handelt. Ob Schularbeit, Seminararbeit, Wochenendwäsche oder Buchhaltung – der gemeinsame Nenner ist der, dass wir die Aufgaben nur ungerne erledigen. Die Versuche, diese Aufgaben hinauszuzögern, können dabei wirklich absurde Ausmaße annehmen und enden nicht selten damit, dass Dinge in letzter Sekunde oder auch schlichtweg gar nicht erledigt werden.

Mehr und mehr setzt sich die Wissenschaft mit dem zwanghaften Aufschieben von Aufgaben auseinander. Ursachen für die Prokrastination gibt es viele. Von Unterforderung bis Überforderung, von mangelnder Konzentrationsfähigkeit bis zu simpler Unlust – die Gründe könnten kaum unterschiedlicher und vielseitiger sein.

Dennoch gibt es einige Tricks und Kniffe, die dabei helfen können, Prokrastination erfolgreich zu überwinden. Wir haben dir 7 hilfreiche Strategien herausgesucht.

1. Schreibe eine To-Do-Liste.

Nur wenige Aufgaben, vor denen wir uns drücken wollen, lassen sich nicht in kleinere Teilaufgaben unterteilen. Während „Abschlussarbeit schreiben“ als Aufgabe durchaus abschreckend klingt, sind Teilschritte wie „Onlinerecherche beginnen“ oder „Bücher in der Bibliothek abholen“ gleich viel weniger gruselig. Anstatt durch zu große Aufgaben in eine Schockstarre zu verfallen, kannst du die Prokrastination so auf geschickte Art und Weise gleich im Vorab vermeiden.

2. Setze dir Zwischenziele.

Bei großen Projekten und Aufgaben ist das bewusste Definieren von Zwischenzielen sinnvoll. Wer für eine Prüfung lernt, kann sich am Ende jedes Kapitels zurecht über den eigenen Fortschritt freuen und auf sich selbst stolz sein. So verliert man auch bei der Aussicht, auf das was noch zu tun ist, nicht den Mut. Immer daran denken: Auch Rom wurde nicht an einem Tag erbaut!

3. Sei ehrlich zu dir selbst.

Betrachte dich und deine Routinen kritisch. Was funktioniert für dich wirklich? Kannst du zuhause auf der Couch produktiv arbeiten, oder würde es dir in der Bibliothek oder im Büro doch leichter fallen? Bist du schon morgens produktiv oder holt dich die Motivation oft erst abends ein? Versuche ehrlich zu dir selbst zu sein und baue dann deine Routinen je nach Möglichkeit so auf, dass dir das Arbeiten leichtfällt.

4. Arbeite im Team.

Keine Frage: Wir haben alle schon in Teams arbeiten müssen, die uns innerlich fluchen lassen. Ein gut funktionierendes Team aber kann zum wahren Produktivitätsmultiplikator werden. Grundvorraussetzung bleibt aber auch hier das eigene Verantwortungsgefühl sich selbst und anderen gegenüber. Nur so kann der „Gruppenzwang“ in diesem Kontext zu etwas Positiven werden.

5. Iss den Frosch.

Kennst du das Frosch-Prinzip schon? Unsere Produktmanagerin Cécile schwört darauf. Das Frosch-Prinzip ist an ein Mark Twain Zitat angelehnt:

„If it’s your job to eat a frog, it’s best to do it first thing in the morning. And if it’s your job to eat two frogs, it’s best to eat the biggest one first.”

Ausgehend von diesem Zitat hat der Zeitmanagement-Forscher Brian Tracy das „Eat the Frog“ Prinzip entwickelt. Sei Motto: Frösche sind glitschig und schlecht zu greifen, sie ziehen durch ihr Quaken zu viel Aufmerksamkeit auf sich und sobald man meint man hat sie, entkommen sie auch schon wieder. Damit ähneln sie in so mancher Hinsicht auch unangenehmen Aufgaben. Also? Augen zu und durch. Denn wer den Frosch gleich am Anfang isst, hat den Kopf danach für andere Dinge frei.

6. Verabschiede dich von Perfektion.

Perfektionismus hemmt. Wer an sich selbst den Anspruch stellt, Dinge perfekt machen zu müssen und dann die Angst entwickelt, eben diesem Standard nicht gerecht werden zu können, begibt sich in eine lähmende Gedankenfalle. Wir raten: Hab Mut zur Imperfektion! Mach dir bewusst, dass es „perfekt“ nicht gibt. Wer wachsen will, muss sich auch einräumen Fehler zu machen.

7. Zuguterletzt: Just do it.

Seien wir ehrlich: Du wirst den Aufgaben, die du scheust, aller Wahrscheinlichkeit nach nicht entgehen können. Mach dir das in aller Deutlichkeit bewusst. Manchmal ist es alles was braucht ein simples: Just do it. Egal ob du willst oder nicht: Just do it. Und wenn du das uns nicht glaubst, dann vielleicht Shia?

So. Nach diesen 7 Punkten gelten nun wirklich keine Ausreden mehr.

In einem der kommenden Blogposts werden wir einige Tools vorstellen, die dir dabei helfen sollen, Prokrastination zu vermeiden und dabei möglichst effektiv zu arbeiten. Mehr dazu aber dann.

Bis dahin gilt: Browser schließen, Handy stummschalten und ran an die Arbeit!


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