In den letzten Jahren hat sich das Konzept der Co-Working Spaces unaufhaltsam in die moderne Arbeitswelt integriert. Ursprünglich aus der Start-Up Szene wurden Idee, Zweck und Vorteile des geteilten und kooperativen Arbeitsplatzes innerhalb kürzester Zeit auf verschiedenste Fachbereiche und Städte ausgeweitet. Heute zählt der Co-Working Space zu einer der beliebtesten Arbeitsumgebungen, insbesondere für junge Menschen.

Doch warum ist das so? Was macht einen Co-Working Space aus? Und ist er der Arbeitsplatz der Zukunft? Diesen und anderen Fragen sind wir auf den Grund gegangen, um herauszufinden, was an diesem Office-Trend dran ist.

Was ist ein Co-Working Space?

Als Co-Working Space (im Folgenden kurz CWS) werden Räumlichkeiten bezeichnet, die Infrastruktur für verschiedenste Büroarbeiten bieten, ausgelegt dafür, mit- und nebeneinander zu arbeiten. Sie sind üblicherweise gegen Entgelt entweder fix (auf unbestimmte Dauer) oder tage-/wochen-/monatsweise buchbar und stehen für jeden oder jede Interessierte offen. Sie sind großteils in Städten zu finden und sind besonders in Europa und Nordamerika äußerst beliebt.

Das Wort “co-working” aus dem Englischen selbst bedeutet prinzipiell so viel wie “Zusammenarbeit”, eher gemeint ist damit aber das Zusammenarbeiten in einem Raum – also neben- statt miteinander. Beim Konzept von CWS verschwimmt diese Grenze jedoch, und genau das macht diese Spaces so erfolgreich: Ein nebeneinander und miteinander Arbeiten.

CWS sind oft sehr weitläufig und modern gestaltet – von Couch-Ecken mit Wohnzimmeratmosphäre über Bars & Küchen bis hin zu Parks und Gärten für entspanntes Arbeiten im Freien. Kaffeehaus-Atmosphäre steht ebenfalls oftmals im Mittelpunkt von CWS. Kein Wunder: Was heute in diesen Spaces passiert, hat man früher im Café erledigt. Manche CWS bieten zusätzlich Meeting- und Seminarräume oder gar Fitnessstudios an. 

Feststeht: Es gibt kein einheitliches Rezept dafür, wie ein Co-Working Space auszusehen hat. Im Kern muss er möglichst vielen Menschen ein angenehmes und kommunikatives Arbeitsumfeld bieten können. 

Zweck und Ziel

Die Frage stellt sich, mit welchem Zweck und Ziel es Co-Working Spaces bis an die Spitze geschafft haben. CWS sind anders. Neu. Freier. Weniger streng. All diese Aspekte haben CWS zu einem anregenden Konzept gemacht. Die Einstellung und Mentalität zur Arbeit ändert sich. Eigeninitiative wird groß geschrieben, Loyalität gegenüber einem spezifischen Unternehmen kleiner.

Junge Menschen, die die HauptnutzerInnen von CWS sind, sehen sich in der Arbeitswelt als viel beweglicher und freier – und genau diese zwei Vorhaben können mithilfe von Co-Working, an verschiedensten Orten der Welt, erreicht werden. Zweck und Ziel dieser Spaces sind also vordergründig einfach, dynamisch und frei arbeiten zu können, als auch Ideen und Innovation zu fördern.

Die Geschichte der Co-Working Spaces

Der genaue Ursprung des Co-Working Space ist nicht eindeutig festzuhalten. Es kommt ganz darauf an, ob man bereits die Idee des gemeinsamen geteilten Arbeitsplatzes (die es schon sehr früh gab) oder erst den ersten designierten “Co-Working Space” als Anfang der Co-Working Spaces sieht. Die ersten Konzepte des gemeinsamen Zusammenarbeitens verschiedener UnternehmerInnen gab es schon in den Neunzigern in Europa, unter anderem die „Schraubenfabrik“ in Österreich.

Der erste designierte „Co-Working Space“ wurde im Jahr 2005 von Brad Neuberg in San Francisco gegründet und 2006 dann zu einem echten CWS. Erst nach mehreren Monaten hob die Idee wirklich ab. Innerhalb weniger Jahre verdoppelten sich die Co-Working Spaces international, mittlerweile auffindbar in jeder nennenswerten Stadt. Der Begriff Co-Working wurde in Wörterbücher und Wikipedia aufgenommen. Auskunft über Co-Working Möglichkeiten schaffen heute verschiedenste Portale: international, national, aber auch lokal kann nach verfügbaren Arbeitsumgebungen gesucht und angeboten werden.

Auch jetzt noch wächst die Co-Working Community rasant. Auf die Frage, ob der Co-Working Space also den Arbeitsplatz der Zukunft darstellt, gibt das teilweise viel Aufschluss. Da CWS von jungen Menschen dominiert werden, und diese auch die Work Force der kommenden Jahrzehnte darstellen, liegt es also durchaus im Bereich des Möglichen. Auch in Office Trends von Großunternehmen unter Führung älterer Generationen zeichnet sich ab, dass das CWS-Prinzip auch in konservativen Firmen angewendet wird.

Wie verändern solche Shared Workspaces unsere Art zu arbeiten?

Co-Working Spaces unterstützen freie Kommunikation über jegliche Grenzen von Kultur und Fachbereich hinweg.

1) Kooperation & Kommunikation

Einer der wohl größten Vorteile und herausstechendsten Aspekte des gemeinsamen Arbeitens in einem Co-Working Space ist der Austausch von Wissen. Der ständige Kontakt mit Menschen außerhalb des eigenen Arbeitsfeldes wirkt gemeinhin meistens als bereichernd. Nicht nur verschiedene Arbeitsweisen-, einstellungen und -gebiete treffen aufeinander: gerade in großen Städten geht damit einher auch ein Austausch innerhalb verschiedener Kulturen und Sprachen.

Diese unentwegte Kommunikation zwischen Menschen aller Welt ergibt eine multikulturelle, multilinguale und internationale Arbeitswelt – dynamisch, ständig wachsend und ständig miteinander im Austausch. 

Eine Zusammenkunft so vieler verschiedener Arbeitshintergründe resultiert auch in einer Steigerung der Kooperationsfähigkeit: Wer tagtäglich mit Kolleginnen und Kollegen zu tun hat, von denen jeder andere Ziele verfolgt, lernt, miteinander umzugehen, Kompromisse zu finden und Sichtweisen anderer besser nachzuvollziehen. 

2) Hierarchien werden abgeschafft

Durch das lückenlose Zusammenarbeiten – räumlich aber auch kommunikativ – werden Hierarchien abgebaut. Das große „Chefbüro“ fällt weg. Nicht die PraktikantInnen, sondern jeder und jede selbst kümmert sich um den morgendlichen Kaffee. Die CEO sitzt heute neben dem Grafikdesigner und morgen neben der Sales-Managerin. 

Hierarchien in Co-Working Spaces sind weniger sichtbar, wenn überhaupt vorhanden.

Dieser Vorgang ist aber nicht eindeutig Co-Working Spaces zuzuschreiben; eher ist er eine Widerspiegelung einer ganz besonderen Mentalität: Die junge Generation von UnternehmerInnen in der Start-Up Szene setzt grundsätzlich auf eine Abschaffung von Hierarchien. CEO, COO? Egal – wir arbeiten gemeinsam an etwas Großem! Diese Mentalität wirkt sich auf CWS aus, und umgekehrt fördern CWS diesen hierarchielosen Zustand und sorgen dafür, dass sich das nicht so schnell ändert. 

Um kein schwarz-weißes Bild zu malen, sollte erwähnt werden, dass nicht nur junge Menschen Co-Working Spaces nutzen. Menschen jeden Alters und Geschlechts freunden sich mit CWS an. Auch Großunternehmen haben das Potenzial bereits erkannt und bieten Mitarbeitenden die Möglichkeit an, in Co-Working Spaces zu arbeiten oder gestalten neue Büros und Arbeitsräume im CWS-Stil: kommunikative, freie und kreative Umgebungen mit Platz für Austausch und Innovation

3) Flexibilität

Wann du willst, wo du willst, wie du willst.

Co-Working Spaces erlauben es ihren Nutzern, stets flexibel zu sein: zeitlich wie auch räumlich.

Co-Working Spaces schaffen Bindung an Ort und Zeit größtenteils ab. Für viele in der Community ist dieser Faktor entscheidend. Mit der Entwicklung moderner Technik geht auch Flexibilität einher: was ich in Hamburg erledigen kann, kann ich auch in Los Angeles erledigen. Was ich dafür brauche? Einen Platz zum Arbeiten, an dem ich ich wohlfühle.

Diese grenzenlosen Möglichkeiten machen CWS für viele unwiderstehlich. Auch was Kosten betrifft, sind Shared Workspaces oftmals leistbarer: Anstatt eigene Büroräumlichkeiten zu mieten, kann man Plätze in CWS für genau jene Tage buchen, an denen man sie auch wirklich braucht. Effizient und einfach.

Ein Faktor, der am Wege bleibt, ist die Personalisierung des Arbeitsplatzes. Allerdings ist auch hier ein Generationentrend zu betrachten: Viele junge Menschen fühlen sich weitaus weniger gebunden an ihren Arbeitsplatz und schätzen ihre Selbstverwirklichung außerhalb der Arbeit. Somit fällt auch das nicht ins Gewicht gegen die Flexibilität und die Vorteile von Co-Working Büros.

Yaasa & Co-Working

Yaasa Produkte sehen und testen in Österreich, Deutschland und der Schweiz

Als junges Ergonomie-Unternehmen sind gerade Co-Working Spaces auch unsere Zukunft. Der Arbeitsplatz der Zukunft ist alles andere als statisch: er ist dynamisch, bewegt, er bietet Platz für Kommunikation und Innovation. All das umfasst auch ein höhenverstellbarer Schreibtisch: gesundheitsfördernd, modern aussehend und der perfekte Platz für Meetings und Co-Working.

Nicht zuletzt weil CWS sich so stark mit unserer Philosophie ergänzen – Life Adjusted. Work Adjusted. – unterstützen wir Shared Workspaces in unserem Wirkungsbereich. Yaasa Desks sind beispielsweise im Co-Working Space Aula X in Graz, Österreich, zu finden.

Wo gibt es Co-Working Spaces?

Ähnlich wie in unseren übrigen Blogartikeln gehen wir hier insbesondere auf die Schweiz, Deutschland und Österreich ein. In allen drei dieser Länder gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Co-Working Spaces – ständig wachsend und immer ausgefeilter. Die wichtigsten Infos dazu findest du hier:

Deutschland

Deutschland hat eine Vielzahl an Co-Working Spaces zu bieten. Eine Übersicht bietet beispielsweise die Website https://coworking-spaces.info/coworking-spaces/deutschland, auf der man je nach Standort und Suchfilter Ergebnisse nach seinen eigenen Wünschen erzielen kann.

Österreich

Auch in Österreich wächst die Co-Working Szene. Wie oben erwähnt ist auch Yaasa mit seinen Produkten in einem dieser CWS vertreten: in Graz bei der Aula X. Eine größere Übersicht über Österreichs Co-Working Spaces findet man hier: https://www.jungewirtschaft.at/jw/oesterreich/Coworking_Start.html

Schweiz

In der Schweiz gibt es mehr und mehr Räumlichkeiten zum Co-Working; auch in der Stadt unseres Firmensitzes St. Gallen. Alle verfügbaren Co-Working Spaces in der Schweiz findest du unter diesem Link: https://coworking.ch/coworking-anywhere/

Ressourcen und weitere Lektüre:

https://coworkinginsights.com/the-history-of-coworking/

https://www.ionos.de/startupguide/produktivitaet/coworking/

https://www.aula.space

http://erepo.usiu.ac.ke/handle/11732/3486

http://www.deskmag.com/de/die-geschichte-von-coworking-spaces-in-zahlen-zeitleiste-868/2

2 Kommentare
  1. Interessant, dass einige Co-Working-Spaces sogar Meeting- und Seminarräume anbieten. Ich finde eine solche Lösung sehr praktisch und sehr innovativ. Ich bin auf der Suche nach einem Büro und ein Co-Working-Space kann ideal sein.

    1. Hallo Nora!

      Es freut uns, dass unser Artikel dir Input und Inspiration gegeben hat. Wir selbst haben unseren österreichischen Standort in einem Co-Working Space – wir können’s nur weiterempfehlen. Am besten nimmt man sich Zeit um den „perfekten“ Co-Working Space zu finden, der den eigenen Bedürfnissen entspricht, da gibt es nämlich viele Unterschiede bei den Anbietern. Wenn man unabhängig arbeiten kann, ist ein Co-Working Office einfach fantastisch! Lass uns gerne wissen, falls du von uns noch Infos brauchst!

      Lieben Gruß und alles Gute,
      das Yaasa-Team

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.