Obwohl wir gehofft haben, so schnell wie möglich zu unserem alten, gewohnten Alltag zurückkehren zu können, hat uns die Pandemie wieder einmal einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ein erneuter Lockdown bedeutet die Einschränkung unserer sozialen Kontakte und Freizeitaktivitäten, für viele aber auch Kurzarbeit oder Rückkehr ins Homeoffice.

In den vergangenen Monaten, seit dem ersten Lockdown, hat sich aber schon einiges geändert. Wir sind zunehmend müde und erschöpft von der herausfordernden Situation, in der wir uns befinden. Dazu kommt, dass der zweite Lockdown zeitgerecht mit dem Anbruch der Winterzeit einsetzt. Kürzere Tage, weniger Sonnenschein und kühles Wetter tragen nicht unbedingt zum Aufleben unserer Motivation bei.

In diesem Blogbeitrag möchten wir dir deshalb ein paar Tipps und Tricks verraten, wie du trotz Lockdown 2.0 und der kalten, düsteren Winterzeit, produktiv und motiviert im Homeoffice bleibst.

Was wir aus dem ersten Lockdown gelernt haben

Den Sprung ins kalte Wasser haben wir glücklicherweise schon hinter uns gebracht, denn die Umstellung unserer Arbeitsweise haben wir bereits beim ersten Lockdown im Frühling gemeistert. Alle von uns mussten damals Mittel und Wege finden, einen Teil des Zuhauses als Arbeitsplatz einzurichten und in den eigenen vier Wänden zu arbeiten. Daher können wir nun von unseren eigenen Erfahrungen Gebrauch machen, um mit dem neuen Lockdown und der Rückkehr zum Heimarbeitsplatz so gut wie möglich zurecht zu kommen.

Rückkehr ins Homeoffice.

Damals probierten wir verschiedene Team- und Projektmanagement Tools aus, stellten unsere face-to-face Meetings auf Online-Konferenzen um, bewältigten technische Probleme und lernten, wie wir mit unseren Partnern, Kindern oder Haustieren als neuen Co-Workern auskommen können. Wir haben herausgefunden, was einerseits für uns funktioniert und was wir andererseits künftig lieber unterlassen oder anders machen sollten.

Die erste große Herausforderung war es, im eigenen Zuhause einen produktiven Arbeitsort zu finden, an dem wir ungestört und konzentriert arbeiten können. Unsere Erfahrungen damit haben wir bereits in einem Blogpost zusammengefasst, in dem wir dir zeigen, wie du dein Homeoffice in nur 3 Tagen effektiv einrichten kannst.

Produktivität gestaltet sich individuell

Eine der wichtigsten Lektionen, die wir aus der Zeit des ersten Lockdowns mitgenommen haben, ist die Erkenntnis, dass jeder von uns auf seine eigene Art und Weise mit der neu entstandenen Situation umgeht. Dementsprechend gestaltet sich das Homeoffice bei jedem anders. Während die einen wie gewohnt zu fixen Uhrzeiten aufstehen und in „bürotauglicher“ Kleidung am Schreibtisch arbeiten, fällt es den anderen leichter, den Arbeitstag im Pyjama und mit Laptop im eigenen Bett zu verbringen.

Eine produktive Arbeitsweise sieht also bei jedem anders aus. Es gibt keine Schritt-für-Schritt Anleitung, die allgemein gültig und erfolgsversprechend für produktives und motiviertes Arbeiten im Homeoffice ist.

The rule is: There are no rules. Gestalte deine Arbeitsweise im Homeoffice so, wie es für dich am besten passt. Was bei anderen funktioniert, muss nicht bei dir klappen und umgekehrt.

Du solltest dich nicht dazu verpflichtet fühlen, bestimmte Handlungsweisen im Homeoffice zu befolgen, nur weil diese deinen Kollegen oder Kolleginnen gefallen. Halte dich ruhig an Methoden und Routinen, die sich bei dir bewährt haben und dir helfen, produktiv und motiviert bei der Arbeit zu bleiben.

Vielleicht sind das in deinem Fall mehrere kürzere Pausen statt einer längeren Mittagspause oder ein gelegentlicher Wechsel zwischen Schreibtisch und Couch. Wichtig ist, dass zu tun, was dir selbst guttut und womit du dich wohlfühlst.

Durchbreche deine Routine

Eigentlich heißt es ja, man sollte eine eigene Tagesroutine entwickeln und diese so gut es geht einhalten. Jeden Tag zur selben Uhrzeit aufstehen, fixe Pausen während der Arbeitszeit einplanen, bestimmte Zeiten für gewisse Haushaltsaktivitäten festsetzen und auf diese Weise einen geregelten Ablauf im beruflichen, aber auch persönlichen Alltag sicherstellen.

Fakt ist aber, dass mit einer fest eingespielten Routine jeder Tag gleich aussieht. Das wird vor allem jetzt zum Problem, da wir für die Arbeit nicht einmal unser Haus verlassen müssen und es dadurch keine klaren räumlichen und zeitlichen Grenzen zwischen Arbeits- und Privatleben gibt und somit jegliche Abwechslung verloren geht.

Außerdem werden die Tage in der Winterzeit immer kürzer, es wird schon früh nachmittags dunkel und das kalte Wetter bewegt viele von uns dazu, die meiste Zeit in unserem warmen Zuhause zu verbringen. So schleicht sich Monotonie zunehmend in unseren Alltag, was in Lustlosigkeit und mangelnder Motivation resultieren kann.

Deswegen raten wir dir, deine Routine ruhig mal zu durchbrechen. Du musst keine großen Veränderungen vornehmen, auch kleine Dinge können ausreichend Abwechslung bieten und jeden Tag aufs Neue spannend gestalten. Vielleicht gehst du morgen vor der Arbeit und übermorgen am Abend spazieren oder wechselst deine Freizeitaktivitäten ein wenig ab. Die Möglichkeiten sind unbegrenzt.

Das Ziel ist es, ein wenig Abwechslung und Schwung in deinen Alltag zu bringen. Gestaltet sich jeder Tag wie der andere, sinken allmählich unsere Motivation und Produktivität.

Halte dich an das, was du dir vorgenommen hast

Ohne Plan geht nichts voran! Setze klare Ziele für die bevorstehende Woche oder den kommenden Tag und konzentriere dich darauf, diese zu erreichen. Dabei solltest du jedoch darauf achten, dir nicht zu viel vorzunehmen und die Ziele nicht zu hoch zu stecken.

Weite deine tägliche oder wöchentliche To-do-Liste nicht bis ins Unendliche aus. Obwohl es ein gutes Gefühl ist, vorgenommene Aufgaben von deiner Liste zu streichen, wirkt es äußerst demotivierend, wenn am Ende des Tages noch einige geplante Sachen übrigbleiben, die man dann auf den nächsten Tag verschieben muss.

Am besten setzt du in deinem Plan klare Prioritäten und konzentrierst dich zunächst auf diese. Wichtig ist es auch, die Zeit, die du für jeweilige Aufgaben benötigst, realistisch einzuschätzen und in deinem Plan festzuhalten. In unserem Blogpost über Zeitmanagement und Selbstdisziplin erhältst du viele nützliche Tipps, wie du deine Zeit während der Arbeit im Homeoffice effektiv planen und aufteilen kannst.

„Eat that frog“ heißt die Devise. Erledige unangenehme Aufgaben gleich zu Beginn der Arbeitswoche oder des Arbeitstages und bringe sie so schnell wie möglich hinter dich!

Auszeiten sind genauso wichtig wie die Arbeit selbst

Das Wichtigste in einem Plan sind natürlich die Aufgaben und Verpflichtungen, die erledigt werden müssen. Gleichzeitig solltest du aber auch deine Pausen sowie deinen Feierabend nicht vernachlässigen, indem du während dieser Zeit Arbeitsaufgaben erledigst. Deine Freizeit hilft dir nämlich, wieder Energie zu tanken, dich zu erholen und auf andere Gedanken zu kommen.

Eine Work-Life-Balance zu erhalten während man im Homeoffice arbeitet ist eine große Herausforderung. Deswegen wird in letzter Zeit Work-Life-Integration großgeschrieben. Wenn du mehr über eine effiziente Work-Life-Integration wissen möchtest, schau hier auf unserem Blogpost vorbei. Dort findest du außerdem viele Vorschläge, wie du deine Freizeit im Lockdown gestalten kannst.

Wie bereits erwähnt, solltest du deinen Plan auch mit gewissen Abwechslungen ausschmücken, um deine Routine zu durchbrechen. Vielleicht fängst du einmal mit der Arbeit eine Stunde früher an und hast dafür mehr Freizeit am Nachmittag? Dein Plan muss nicht von Tag zu Tag gleich aussehen.

Und noch eine Sache: Es ist uns allen durchaus bewusst, dass es niemandem immer gelingen wird, an seinem Plan festzuhalten. Hier und da wirst auch du davon abschweifen und dich ablenken lassen. Wichtig ist, dass du dich nicht davon runterkriegen lässt.

Konzentriere dich einfach darauf, es am nächsten Tag besser zu machen. Mühsam wird es dann, wenn du deinen Plan immer wieder vernachlässigst und deine Freizeit zum Aufholen der Arbeit opfern musst.

Bewegung wirkt Wunder

Dadurch, dass wir unser Zuhause zurzeit nicht einmal verlassen müssen, um zum Arbeitsplatz zu kommen, geht viel an Bewegung verloren. Du solltest aber nicht vergessen, wie wichtig Bewegung und etwas körperliche Aktivität für deine Produktivität, Motivation und dein Wohlbefinden sind.

Es müssen nicht gleich aufwendige Sportaktivitäten sein, auch wenige kleine Übungen wirken Wunder. Wenn du dich während deiner Arbeitszeit nicht vom Schreibtisch rührst und den ganzen Tag in einer sitzenden, statischen Position verbringst, wirst du schneller müde, lustlos und erschöpft.

Bewegung wirkt Wunder.

Stehe deshalb regelmäßig auf, spaziere ein paar Runden durch deine Wohnung. Du kannst auch einen Schrittzählen auf deinem Handy installieren oder deine Smartwatch dazu nutzen, um zu überprüfen, ob du dich an dem Tag ausreichend bewegt hast.

Wenn du die Möglichkeit hast, gehe in der Früh oder am Abend in der frischen Luft spazieren oder mach dich statt mit dem Auto einfach zu Fuß auf dem Weg in den Supermarkt. Nutze die Pausen während der Arbeitszeit für einfache Dehn- und Körperübungen. So kommt dein Kreislauf wieder in Schwung, was zu mehr Motivation und Produktivität führt.

Hast du einen höhenverstellbaren Schreibtisch in deinem Homeoffice, dann nutze seine Vorteile. Steh regelmäßig auf und arbeite eine Zeit lang im Stehen. Auf diese Weise beugst du Rücken- und Nackenschmerzen vor und tust deiner Gesundheit etwas Gutes.

Frische Luft für aufgefrischte Stimmung

Während es draußen nebelig und kalt ist gibt es nichts Schöneres als in einem warmen Arbeitszimmer zu sitzen. Bekommst du jedoch den ganzen Tag keine frische Luft, wirkt das hemmend auf deine Produktivität und Motivation. Dein Körper wird nicht mit genügend Sauerstoff versorgt und deswegen fühlst du dich zunehmend müde.

Um bei der Arbeit nicht einzuschlafen, öffne regelmäßig deine Fenster und lasse frischen Wind in deinen Arbeitsraum. Die angenehme Herbstluft wird dir sicherlich dabei helfen, aufmerksam und munter weiterzuarbeiten. Weitere Tipps, um munter und aktiv am Arbeitsplatz zu bleiben, findest du hier in unserem Blogpost.

Wie frische Luft fördert auch natürliches Licht deine Produktivität. Versuche, so lange es möglich ist, das natürliche Tageslicht zu nutzen und statt bei künstlichem Licht neben deinem Fenster zu arbeiten.

Reminder: Nichts und niemand ist perfekt

Abschließend möchten wir dich noch daran erinnern, dass trotz positiver Einstellung, einem guten Plan und nun schon ausreichend Vorerfahrung mit dem Thema Homeoffice auch dieses Mal nicht alles reibungslos verlaufen wird. Es wird auch jetzt gelegentlich schlechte Tage geben, an denen du nicht zu 100% produktiv, motiviert und konzentriert sein wirst.

Und das ist auch OK so. Niemand erwartet Perfektion in herausfordernden und ungewissen Zeiten wie diesen. Wir alle sind immer noch dabei, zu lernen, wie wir mit der Situation umgehen sollen. Auch im zweiten Lockdown wirst du mit gewissen Stolpersteinen, Problemen, Frustrationen und kreativen Krisen konfrontiert sein. Denke aber daran, dass das keine langanhaltende Phase ist und lasse dich davon nicht unterkriegen.

Du schaffst das.
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