Als Vordenker und Innovatoren im Bereich ergonomischer Büromöbel sind wir eng mit modernen Arbeitswelten und Trends von Büros verbunden. Die Ausnahmezustände durch COVID-19 sind auch an uns nicht spurlos vorbeigezogen.

Abgesehen vom Yaasa-Team selbst haben wir in unserem Umfeld – persönlich als auch darüber hinaus als Yaasa Marke – Menschen und Geschichten beobachtet und erlebt. Wir sind ins Home Office umgezogen, wir haben per Videochat an unserem Produktportfolio gefeilt und uns manchmal nach unseren Büros gesehnt. Die vergangene Zeit war also herausfordernd, um es im Kern zu erfassen. Wir haben Erkenntnisse gewonnen und über die Zukunft taggeträumt.  

Die aktuelle Krise wirkte sich auf alle Bereiche unseres Lebens aus und veränderte dadurch unsere Verhaltens- und Arbeitsweisen. Durch Social Distancing und Isolationsmaßnahmen mussten wir neue Wege finden, unser Privat- und Berufsleben bestmöglich weiterzuführen. Die Umstellung vom „normalen“ Leben auf das Leben in einer Ausnahmesituation haben wir hinter uns. Nun stellt sich jedoch die Frage, wie sich unser (Arbeits-)Leben nach der Pandemie entwickeln wird.

Mit Sicherheit werden wir nicht gleich zu unserem „normalen“ Alltag, wie er noch vor einigen Monaten aussah, zurückkehren können. Doch wird es denn je überhaupt möglich sein, die uns bisher bekannte Normalität wiederherzustellen oder wird „das Normale“ nach der Pandemie neu definiert werden müssen? Welche Änderungen werden wir im (Arbeits-)Leben beibehalten und wie wird die Zusammenarbeit mit unseren MitarbeiterInnen sowie GeschäftspartnerInnen künftig aussehen? Welche neuen Berufsmöglichkeiten ergeben sich, und wird die Krise in einer Änderung der Arbeitsgesetze resultieren?

Teamwork

Der Umstieg ins Homeoffice und auf das Teleworking sorgte für die physische Trennung von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Teammitglieder standen somit vor einer neuen Herausforderung: Wie kann der Arbeitsprozess ohne face-to-face Meetings und einen gemeinsamen Arbeitsplatz effizient weiterlaufen?

Mittlerweile haben die meisten jedoch neue Wege erarbeitet, um ihre Arbeit erfolgreich zu organisieren und koordinieren – größtenteils mithilfe von Online-Tools. Haben viele Unternehmen zuvor nicht Gebrauch von Team- und Projektmanagement Softwares gemacht, so wurde dies aufgrund der aktuellen Bedingungen ein Muss. Es ist voraussehbar, dass solche Tools auch weiterhin im täglichen Arbeitsprozess zunehmend eingesetzt werden, auch wenn (oder falls?) die MitarbeiterInnen wieder zurück ins Büro kehren.

Solche Softwares ermöglichen nicht nur den Überblick über den Arbeitsprozess zu behalten und Aufgaben zu verteilen, sondern gewährleisten gleichzeitig einwandfreie Kommunikation zwischen den Teammitgliedern. Alles befindet sich an einem Platz.  Deswegen ist es durchaus wahrscheinlich, dass E-Mails an Bedeutung verlieren werden und die gesamte teaminterne Kommunikation, die auf Arbeitsprojekte bezogen ist, auf eine Team- und Projektmanagement Plattform verlegt wird.

Obwohl face-to-face Meetings nichts ersetzen kann, werden in Zukunft Videokonferenzen nicht mehr Ausnahme, sondern oft Regel sein. In der jetzigen Situation hat man keine andere Wahl, als Online-Meetings zu veranstalten und die Teammitglieder üben sich darin und haben sich mittlerweile an die neue Kommunikationsform gewöhnt. 

Man sieht nun, dass eine solche Art von Meetings genauso gut funktionieren kann, wie die „analoge“ auch. Deswegen wird man, vor allem bei kleineren Angelegenheiten, auf digitale Formen zurückgreifen, anstatt übliche Meetings zu organisieren, die für viele mehr Zeit in Anspruch nehmen und Aufwand bedeuten. Obwohl höchstwahrscheinlich nicht alle Meetings virtuell abgehalten werden, wird dies durchaus in den Arbeitsprozess stärker integriert und “normale” Meetings werden teilweise durch digitale Möglichkeiten ersetzt. 

Zusammenarbeit und Kooperation

Die Pandemie und die damit einhergehende Isolation führten nicht nur zur Umstrukturierung der Arbeitsweise zwischen den MitarbeiterInnen innerhalb des Unternehmens, sondern auch zu Veränderungen in der Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern und -partnerinnen, Klienten und Klientinnen sowie Kunden und Kundinnen.

Auch hier wurde die gesamte Kommunikation in die digitale Welt verlagert. Kundenbetreuung findet ausschließlich per E-Mail und Telefon statt, Geschäftstermine mit externen PartnerInnen werden mittels Online-Konferenzen abgehalten. Obwohl eine solche Arbeitsweise auch zuvor gängig war, hat sie nun stark an Bedeutung gewonnen, da es derzeit kaum Alternativen gibt. Es ist vorauszusehen, dass ein Teil der Zusammenarbeit und Kooperation auch nach der Ausnahmesituation online, ohne persönlichen Kontakt, ablaufen wird, weil sich sowohl die Unternehmen als auch deren GeschäftspartnerInnen, KundInnen oder KlientInnen daran gewöhnt haben und die Vorteile einer solchen Kommunikationsweise erkannt haben. 

arbeiten nach corona supply chain

Vor allem bei anstehenden Geschäftsreisen wird man zweimal überlegen, ob es denn einen triftigen Grund gibt, persönlich anwesend zu sein oder, ob man es denn durch ein Online-Meeting regeln könnte. Es wird dabei nicht nur darum gehen, nach dieser finanziell herausfordernden Zeit Geld für Reisekosten zu sparen, auch gesundheitliche Bedenken werden dabei eine große Rolle spielen. Die Besorgnis,  auf die andere Seite der Welt zu reisen und sich dabei womöglich mit einer Krankheit zu infizieren, wird noch lange nach der Pandemie anhalten. 

Darüber hinaus werden sich Unternehmen auch über ihre Lieferketten mehr Gedanken machen. Während es zuvor selbstverständlich war, Waren aus unterschiedlichen Ländern liefern zu lassen und der Ablauf meist problemlos erfolgte, sieht die Lage heutzutage anders aus. Grenzen wurden teilweise geschlossen, der Verkehr reduziert und die für viele Unternehmen notwendige Ware wird nicht oder verzögert geliefert. 

Deswegen ist eine engere Kooperation mit regionalen Firmen sowie der Ausbau einer regionalen Supply Chain denkbar. Dies hätte den Vorteil, dass man künftig in ähnlichen Situationen leichter an die benötigte Ware kommt und sich Unternehmen aus der gleichen Region bei der Überwindung der Krise gegenseitig unterstützen. Daher ist es wahrscheinlich, dass die Kooperation zwischen Ländern und Unternehmen, die sich in derselben Region befinden, ansteigen wird.

Work-Life-Balance wird zur Work-Life-Integration

Durch die Verlegung der Arbeit ins Homeoffice können Beruf und Privates nicht mehr so leicht voneinander getrennt werden. Neben der Arbeit, die nun in privaten Räumlichkeiten erledigt wird, muss man sich gleichzeitig um die Familie, Kinder und Hausarbeit kümmern. Während man früher von Work-Life-Balance sprach, wird heute Work-Life-Integration groß geschrieben.

yaasa home office vorteile nachteile

Da nach der Pandemie voraussichtlich viele Arbeitskräfte weiterhin, zumindest teilweise, Gebrauch von Telearbeit und Homeoffice machen werden, wird es für sie keine klare räumliche und zeitliche Trennung zwischen Beruf und Privatleben mehr geben. Aufgrund dessen werden sich diese beiden Bereiche immer mehr miteinander vermischen. Da wird die Prämisse der Work-Life-Balance, dass Beruf und Privates zwei sich entgegengesetzte Dinge sind, zwischen denen man Grenzen setzen und ein Gleichgewicht herstellen soll, nicht mehr geltend sein.

Im Rahmen der Work-Life-Integration wird das Berufsleben als Teil des eigenen Privatlebens gesehen und nicht als dessen Gegenstück, wie es bei der Work-Life-Balance der Fall ist.

Im Gegensatz dazu wird man einen Weg finden müssen, Arbeit und Privatleben so gut es geht miteinander zu verbinden. Dies wird mit einer größeren Flexibilität einhergehen. Arbeits- und Freizeit werden flexibler gestaltet werden können, jedoch unter der Voraussetzung, dass man keinen der beiden Bereiche vernachlässigt.

(Weiter)Bildung

Aufgrund der aktuellen Situation wurden die meisten Bildungsstätten geschlossen und der Unterricht wurde, ähnlich wie die Arbeit, voll und ganz in den digitalen Raum verlegt. Dies stellte eine große Herausforderung und Umstellung nicht nur für die Bildungseinrichtungen dar, sondern auch für SchülerInnen, Studierende und auch diejenige, die an Weiterbildungsprogrammen teilnehmen.

Während das Lernen mithilfe von diversen Online-Plattformen schon länger beliebt ist, stellen diese heutzutage fast die einzige Möglichkeit dar, auf die man Wissen erwerben oder erweitern kann. Viele machen nun davon Gebrauch, um ihre Zeit in der Isolation sinnvoll zu nutzen und sich durch unterschiedlichste Online-Kurse berufliche Kompetenzen anzueignen oder auf dem neuesten Stand in ihrem Berufsfeld zu bleiben.

Während viele Lehrende und auch Lernende zuvor skeptisch gegenüber Online-Learning waren, gibt es momentan fast keine Alternativen, sich weiterzubilden. Digitales Lernen wird weiterhin an Bedeutung gewinnen und stärker mit Präsenzlehre kombiniert werden.

Solche Angebote werden mit der Zeit noch weiter ausgebaut und werden vor allem von denjenigen, die sie in dieser Zeit nutzen und gute Erfahrungen damit gemacht haben, weiterverwendet. Auf diese Weise könnten digitale Weiterbildungsangebote in Zukunft noch populärer werden. Viele werden von formalen (Weiter)Bildungsmöglichkeiten auf non-formale, also internetbasierte, umsteigen, weil sie dadurch Zeit und Geld sparen können.

Für die Zukunft ist es aber wahrscheinlicher, dass sich eine Kombination von Präsenz- und Online-Learning etablieren wird und dabei digitalen Lernkonzepten mehr Bedeutung zugewiesen wird und man sie in einem höheren Maß als zuvor nutzen wird. 

Freizeitgestaltung 

Aufgrund der Isolationsmaßnahmen können wir unsere Freizeit nicht wie gewohnt gestalten. Die Organisation von Familienfeiern, ein Nachmittag im Shoppingcenter, ein Besuch im Fitnessstudio – das sind nur einige Beispiele von Freizeitvergnügen, die in der jetzigen Ausnahmesituation wegfallen. Viele solcher Aktivitäten werden auch weiterhin nur begrenzt möglich sein, was in einer Änderung der Freizeitgestaltung resultiert.

Bis auf Weiteres wird man seine Freizeit eher alleine, im Rahmen der Familie oder in kleinen Menschengruppen verbringen, und zwar noch größtenteils zu Hause. Statt eines Ausflugs ins Museum oder in den Zoo, werden viele in der kommenden Zeit auf Angebote im Netz zurückgreifen, die ihnen diese Erlebnisse virtuell näher bringen wollen.

in wenigen stundene in ergonomisches home office einrichten

Momentan wird das Angebot an Online-Freizeitangeboten rasant weiterentwickelt und es werden diverse Möglichkeiten geboten: Von virtuellen Museumsspaziergängen über digitale Erkundungen von weltberühmten Sehenswürdigkeiten bis hin zum Besuch von Nationalparks weltweit. Es ist zu erwarten, dass solche Angebote künftig erweitert werden und von einer breiteren Öffentlichkeit genutzt werden.

Zur heutigen Zeit werden auch öffentliche Veranstaltungen und Events ins Internet verlegt. So kann man beispielsweise live an Opern- oder Ballettaufführungen sowie unterschiedlichen Konzerten teilnehmen. Es kann angenommen werden, dass ein solcher Ablauf von Veranstaltungen auch nach der Ausnahmesituation teilweise beibehalten wird, da viele höchstwahrscheinlich nicht gleich zu ihren bisherigen Verhaltensmustern zurückkehren werden und Ansammlungen von größeren Menschengruppen meiden werden. 

Die größten Auswirkungen hat die Pandemie jedoch auf das Reisen. Viele mussten ihre geplanten Reisen stornieren und auf unabsehbare Zeit verschieben. Die vielen Restriktionen bezüglich der Grenzüberschreitungen werden mit der Zeit sicherlich gelockert, jedoch werden nicht notwendige, touristische Reisen für längere Zeit nicht wie gewohnt möglich sein. Nach wie vor gilt, dass man ohne triftigen Grund nicht außerhalb des Landes reisen soll und kann. Die weltweiten Beschränkungen werden voraussichtlich dazu führen, dass sich viele dazu entscheiden werden (müssen), ihren Urlaub im Heimatland zu verbringen. 

Home Office

Es mag eines der heißesten Themen der vergangenen Wochen gewesen sein: das Home Office. Gezwungenermaßen mussten viele Arbeitende quasi über Nacht auf die Heimarbeit umsteigen und stießen dabei auf Herausforderungen, neue Chancen, und vielleicht auch an ihre Grenzen. Von zuhause aus zu arbeiten mag zwar kein Produkt der Coronakrise sein; so richtig Einzug gehalten und mit der Welt Bekanntschaft geschlossen hat es dennoch erst seit den Ausnahmezuständen im März und April. 

Wir haben auch auf unserem Blog das Thema Home Office ausführlich behandelt:

Was die Menschen aus dem Home Office an Erfahrungen mit zurück ins Büro bringen, wird den neuen Normalzustand grundlegend verändern. Bei uns selbst im Team und auch bei anderen, die von der Heimarbeit betroffen waren, gab eine wichtige Erkenntnis: das funktioniert ja gar nicht so schlecht. Zu behaupten, Heimarbeit werde ab jetzt häufiger, wäre einfach. Die Frage ist, weshalb.

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Von Zuhause aus zu arbeiten, erspart uns Zeit. Pendlerwege, Anreise, der Weg vom Eingang ins Büro – all diese kürzeren oder längeren Zeitspannen fallen weg, wenn wir innerhalb unserer vier Wände arbeiten. Für manche mag es sich lediglich um Minuten handeln. Andere gewinnen dadurch mehrere Stunden. Abgesehen von der Zeitersparnis, können wir auch dem morgendlichen Rush Hour Verkehr und damit verbundenem Stress entkommen. Auch die Umwelt wird es uns langfristig danken, wenn wir öfter auf Auto, Bahn oder Bus verzichten.

Wir können unsere Arbeitszeit noch flexibler einteilen. Na klar, auch im Büro ist es immer gewöhnlicher, nicht starr und überwacht 8 Stunden lang vor dem Bildschirm zu sitzen. Aber zuhause? Völlige Freiheit. Ein kurzes Nickerchen, sich ab und an mit dem Laptop ins Bett legen, einfach mal rausgehen und die E-Mails per Handy beantworten: all das ist im Home Office kein Problem. Über flexible Zeiteinteilung und flexible Arbeitsorte haben wir außerdem hier genauer berichtet.

Wir lernen, selbstdiszipliniert unsere Prioritäten einzuteilen. Wenn man mit Kolleginnen und Kollegen gemeinsam im Büro sitzt, kommt es schnell zu einem Plausch, zu Ablenkungen oder „diesem und jenen, was man geschwind noch für den anderen erledigt“. In den eigenen vier Wänden können sich viele besser auf das Wesentliche konzentrieren. Außerdem lernt man, seiner Arbeit selbstständig und „unüberwacht“ nachzugehen, Selbstdisziplin wird gestärkt.

Veränderungen in Berufsfeldern

Das Thema Arbeit und Beruf stehen als wirtschaftliche Trägersäulen im Mittelpunkt der Überlegungen über wirtschaftliche Auswirkungen der Coronakrise. Damit einhergehend ist auch klar, dass sie stark betroffen sind von Veränderungen und – wie es derzeit bereit der Fall ist – Erschütterungen. Die Arbeitslosigkeit steigt, wenn auch in verschiedenen Staaten in unterschiedlichen Größenordnungen, um ein Vielfaches an.

Einige spezifische Berufsfelder sind jedoch von einem regelrechten Boom betroffen, allen voran der Gesundheitssektor und jene Berufe, die der gesellschaftlichen Alltagsversorgung dienen. Klar ist, dass das Virus klar herauskristallisiert hat, auf welche Berufe ein Land in Not angewiesen ist, und welche Tätigkeiten es braucht, um einen funktionierenden Fluss sicherzustellen. Jedes Unternehmen und jeder Arbeitende wird reaktionsfähiger und agiler werden müssen, um noch schneller handeln zu können.

Ein neuer Trend in den kommenden Monaten und Jahren wird eine Umstellung innerhalb der Berufe sein. Firmeninterne Hierarchien könnten sich weiter lockern, denn in Extremsituationen ist trotz besser werdender virtueller Kommunikationsmöglichkeiten doch jeder und jede auf sich selbst gestellt. Der umgangssprachliche „All-Rounder“ ist bald gefragter denn je. Wer beispielsweise von Zuhause aus Produkte entwickelt, wird automatisch mehr Administrations- und IT-Tasks oder Facility Management selbst erledigen müssen. Fachbereiche fließen zusammen, eine Verschmelzung von Wissen ist notwendig.

Diese Ideen heißen keineswegs, dass es keine spezifischen Experten mehr braucht oder geben wird. Dennoch glauben wir, dass rundum ausgebildete AnwärterInnen es noch leichter haben werden, sich in dem Melting Pot der Post-Corona-Arbeitswelt einen angenehmen Arbeitsplatz zu schaffen, und in jeder mit Ausnahmen konfrontierten Situation am effektivsten handeln können.

Die vergangenen Monate haben auch zu völlig neuen Tätigkeitsbereichen geführt, die bisher als unmöglich oder als vernachlässigbar angesehen wurden. Darunter fallen zum Beispiel die Produktion von Face Shields und Masken von Marken wie Apple oder das Bauen von Beatmungsgeräten durch Tesla, als Antwort auf dringend notwendige Nachfrage einer erkrankenden Gesellschaft. Diese völlig aus der Reihe stechenden Aktionen sind in Zukunft ein für alle Unternehmen denkbares Ausnahmeszenario. Wirtschaftliche Solidarität steigt immens.

Das alltägliche Familienleben

Der Ausnahmezustand hat Familien einerseits gezwungenermaßen auseinandergehalten, auf der anderen Seite enger denn je zusammengeführt. Tendenziell sind es vor allem berufstätige Mütter, die in den letzten Wochen von einer zusätzlichen familiären Extremsituation betroffen waren. Durch die Schließung von Schulen wurden sie über Nacht zusätzlich zu Vollzeit-Lehrerinnen und Pädagoginnen. In Kombination mit einem Vollzeitjob kam es innerhalb kurzer Zeit zu einer totalen Überlastung. Auch manche Väter waren von diesem Schicksal betroffen.

Für die Zukunft heißt das insbesondere, dass es entweder Ausnahmeregelungen zur Arbeitszeit von Müttern und Vätern gibt, oder dass Schulen vermehrte Betreuungsmöglichkeiten bieten und die Fernlehre auch für die Kleinstens entlastender für die Eltern gestalten. Wie das aussehen könnte, muss in der kommenden Zeit von den Lehrerinnen und Lehrern in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Regierungen erarbeitet werden.

Dass Familie und Arbeit nebeneinander ko-existieren können, ist ebenso Erkenntnis wie schauerhafter Alptraum. Eltern integrieren sich ab jetzt vielleicht häufiger in den Schulalltag ihrer Kinder, während diese vertrauter mit virtuellem Lernen werden. Lehrende und Eltern kommunizieren noch intensiver, Arbeitgeber öffnen neue Möglichkeiten für aktiv erziehende und ausbildende Elternteile, indem sie mehr Home Office und flexiblere Arbeitszeiten und Deadlines anbieten. Ein Entgegenkommen muss her; eine Situation wie sie für manche Eltern bis vor kurzem geherrscht hat, darf in Zukunft nicht mehr passieren.

Wie wir einkaufen

Unser Kaufverhalten könnte sich nach der Krise immens verändern. Während der Online-Einkauf über die letzten Jahre boomte, so ist er in der Coronazeit geradezu explodiert. Bilder über Bilder, Geschichten über Geschichten erzählen auf sozialen Medien scherzhaft über exzessives Online-Shopping. Und doch gab es eine fast genauso starke Gegenbewegung zum Online-Shopping.

„Staying Home“ lautete die Devise. Online einzukaufen scheint hier also die klügere Wahl zu sein. Doch auch der regionale Handel stürzte sich aufgrund dieser logischen Schlussfolgerung so schnell er konnte ins Online-Geschäft. Seiten über Sammlungen regionaler Online-Shops verbreiteten sich rasant, manche User deklarierten auch ganz offiziell ihre Abwendung von Amazon und Co. in der Coronakrise.

Was bleibt, ist ein signifikant erhöhtes Bewusstsein für die Wichtigkeit regionaler Unternehmen und ihrer Produkte bei bestimmten Personengruppen. Für inländischen Handel kann das größere Beliebtheit und ansteigende Umsätze bedeuten. Generell wird es wohl noch üblicher als ohnehin, im Internet einzukaufen.

Dinge wie Lebensmittel oder Pflanzen haben auch wir selbst zum Teil online bestellt. Ein kurzlebiger Trend? Wir glauben, dass dieser vor allem bei jungen Menschen noch beliebter wird. Working from home, shopping from home – das neue Normal.

unser kaufverhalten nach corona kann sich grundlegend ändern

Arbeitsrecht und neue Gesetze

Neue Gesetze wurden bereits erlassen. Starke Richtlinien sind in einer Krisensituation wichtig, um eine Gesellschaft oder einen Staat gut zu leiten. Inwieweit neue Regelungen aber noch hinzukommen ist noch nicht klar. Wir stellen uns vor, dass vor allem das Arbeitsrecht, Unternehmensrecht und allgemeine Bestimmungen zu Arbeitsverhältnissen sich stark verändern.

Aussichtsreiche Zusagen zu neuen Gesetzen stehen zum Teil bereits. In Deutschland wurde erst kürzlich bekanntgegeben, dass ein Recht auf Home Office eingeführt werden solle. Ein solches gesetzlich verankertes Recht würde Arbeitsweisen grundlegend verändern. Man könnte vorgreifen bis zu der Annahme, dass das Zuhausebleiben vieler in weniger Büroräume resultiert, in weiterer Folge mehr Platz für die Natur und Erholung. Das Arbeiten von Zuhause als Gesetz bedeutet jedoch ganz sicherlich eine engere Verflechtung mit dem Privatleben. Wie werden wir das in Zukunft vereinbaren?

Manche unter uns sorgen sich auch um den Datenschutz. Auch hier wird es klare Vorgehensweisen geben (müssen), um dieses immer wichtiger werdende und sensible Thema richtig und respektvoll zu behandeln. Daten sind ohnehin jetzt schon – vielleicht mehr als wir es manchmal ahnen – ein wertvolles Gut. Durch vermehrten Online-Kauf und noch stärker virtuelles Alltagsstattfinden wird auch der Umgang mit den Daten wichtiger. Auch hier könnte es neue Gesetze geben, die den Datenschutz völlig neu denken.

Fazit

Allem voran sehnen wir uns wie die meisten Menschen wieder nach „Normalität“. Nach Routine und Sorglosigkeit. Wir glauben an ein neues, verändertes Normal, das uns Potenzial zur Besserung in so vielen Bereichen des Lebens bietet.

Wir bleiben mehr zuhause, verbringen vielleicht mehr Zeit mit unseren Haustieren und Kindern, PartnerInnen. Wir nutzen das volle Potenzial der Technologie – in Bildung, Entertainment, Kommunikation und beim Arbeiten. Wir stehen vor beruflichen Herausforderungen und können vielleicht viel mehr, als wir glauben. Wir helfen anderen mit Handlungen, die wir uns nie zugetraut hätten.

Wenn wir eines gelehrt wurden, dann dass unsere bisherigen Freiheiten und unser Lebensstandard keineswegs selbstverständlich sind und nie waren.

In diesem Sinne: Wir sind gespannt wie es in der Arbeitswelt weitergeht. So oder so glauben wir an das, was wir tun: den Mensch und seine Bedürfnisse am Arbeitsplatz in den Mittelpunkt zu stellen. Wir stehen weiterhin für Anpassbarkeit, Design und einen zufriedenen gesunden Nutzer. Wenn du mehr über Yaasa oder unsere Produkte erfahren willst, besuche unsere Homepage!

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