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Stell dir vor du treibst mit einem Boot auf offenem Meer. Mit dir im Boot: Eine Karte, ein Kompass und Ruder. Würdest du Karte und Kompass zur Hand nehmen, um dann ein Ziel bewusst anzusteuern? Oder würdest du entspannt sitzen bleiben und weiter vor dich hintreiben?

Nur wenige Menschen würden sich in so einer Situation für Passivität entscheiden. Auch wenn Kompass, Karte und die körperliche Belastung des Ruderns für uns zuerst ungewohnt erscheinen, ziehen wir die Herausforderung dem Nichtstun vor. Und das ist auch gut so.

Im Alltag sieht das leider anders aus. Obwohl wir das Ruder jederzeit in die Hand nehmen könnten, treiben wir vor uns hin und leben mehr oder weniger ziellos in den Tag hinein – und das obwohl fast jeder von uns Träume und Visionen hat. Und so bleibt ein großer Teil unserer Träume genau das: Träume.

Dabei braucht es häufig gar nicht viel, um einen Traum zu einem Ziel und damit hoffentlich auch bald zur Realität zu machen…

Warum sind Ziele so wichtig?

Wie das Boot-Beispiel schon zeigt, geben uns Ziele allem voran Richtung. Tatsächlich hat die bewusste Zielsetzung aber noch etliche weitere Vorteile.

An erster Stelle steht die Reflexion. Wer sich ein Ziel oder mehrerer Ziele setzt, setzt sich auch mit sich selbst, dem eigenen Leben, Wünschen und Vorstellungen auseinander. Ziele helfen uns dabei einen Fokus zu setzen und geben uns die Motivation, die es braucht, um Hindernisse auf dem Weg zu unserem Ziel zu überwinden. Zudem helfen uns Ziele auch dabei, unseren eigenen Fortschritt zu verfolgen.

Ziele helfen beim Reflektieren

Ziele helfen uns dabei uns und unsere Bedürfnisse besser zu verstehen.

Ziele geben Fokus & Richtung

Wer auf ein Ziel hinarbeitet, agiert fokussiert und dementsprechend zielorientiert.

Ziele steigern die Zufriedenheit

Wer seine Ziele kennt und verfolgt, lebt bewusster und zufriedener.

Letztendlich haben wir nur eine sehr begrenzte Zeit auf Erden – und diese Zeit gilt es zu nutzen. Die bewusste Zielsetzung ist ein großartiges Instrument, um möglichst bewusst, erfolgreich und damit auch zufrieden zu leben. Also? Bist du bereit deine Träume Realität werden zu lassen?

Wie setze ich mir ein Ziel?

Wer sich Ziele setzt, macht den ersten Schritt in ein bewussteres und zufriedeneres Leben.

Ob du dein Ziel dann auch wirklich erreichst, hängt dabei wesentlich von der Formulierung deines Zieles ab.
Ein ungünstig formuliertes Ziel kann die positive Wirkung der Zielsetzung im schlimmsten Fall sogar ins Gegenteil umkehren. An die Stelle von Motivation tritt dann ein Gefühl der Frustration.

Du bist, was du tust. Nicht, was du sagst, was du tun wirst.

Unbekannt

Dementsprechend ist es auch bei der Zielsetzung wichtig, den Fokus auf den Prozess zu legen. Wer sich langfristig Ziele setzt, hat die Gelegenheit den Weg zum Ziel bewusst als Entwicklung zu erleben. Denn auch, wenn man sein Ziel noch nicht erreicht hat, hat man stets im Blick, wie viel man bereits geschafft hat.

Wir verraten dir, wie du dir nachhaltige Ziele setzen kannst. Anwendbar sind diese auf jeden denkbaren Bereich, egal ob privat, beruflich, sportlich oder persönlich.

1. Die erste große Frage: Warum willst du dieses Ziel erreichen?

Sobald du ein Ziel im Kopf hast, sollte die erste große Frage „Warum?“ lauten. Erst wenn du die Motive hinter deiner Zielsetzung verstehst, kannst du auch deine Emotionen verstehen und daraus dann die notwendige Motivation entwickeln. Hinter dem Ziel „Gewicht verlieren“ kann zum Beispiel der Wunsch nach einem besseren Körpergefühl und einem aktiveren Lebensstil stehen. Diese Wünsche haben bereits deutlich mehr emotionale Zugkraft, als eine bloße Zahl auf der Waage – und eigenen sich damit auch besser um uns zu motivieren.

Denke nicht „Ich muss“. Denke „Ich will“.

Unbekannt

Gerade für Menschen, die das Gefühl haben nicht genug Selbstdisziplin zu haben, kann dieses Umdenken wesentlich sein. Ziel ist es nicht, die eigenen Gefühle zu beherrschen, sondern sie zu verstehen, um dann entsprechend agieren zu können. An die Stelle von Zwang tritt Wille, an die Stelle von Disziplin tritt Motivation.

Im Alltag vergessen wir gerne auf langfristige Ziele und geben uns lieber dem momentanen Bedürfnis hin. Das Ergebnis wäre dann zum Beispiel, dass wir zu viele Süßigkeiten essen, weil uns momentan danach ist – obwohl wir eigentlich wissen, dass uns Süßigkeiten nur kurzfristig ein Glücksgefühl verschaffen. Auf die Dauer kehrt sich dieses Glücksgefühl jedoch genau ins Gegenteil um.

Tritt in den Dialog mit deinen Gefühlen und mach dir bewusst was du dir für dein Leben wünscht und was du erreichen willst. So kannst du auch im Alltag die Kraft entwickeln, Versuchungen zu widerstehen.

Wenn du Tipps suchst, um deine Zufriedenheit im Alltag langfristig zu steigern, besuche auch unseren Blogpost zum Thema 15 Tipps für mehr Glück & Zufriedenheit im Büro!

2. Vom Tagtraum zur Vision: Zeit zum Visualisieren!

Schließe die Augen und stell dir vor, wie dein Leben sein wird, wenn du dein Ziel erreichst. Sei ruhig emotional & leidenschaftlich. Nüchterne Zurückhaltung ist hier fehl am Platze. Spüre deinen Stolz, deine Lebensfreude, deinen Erfolg. Stell dir vor wie dein Umfeld auf deinen Erfolg reagieren wird, wie sich dein Alltag verändern wird, wie sich deine Lebensqualität steigern wird.

Angenommen es ist dein Ziel, einen erfolgreichen Fotografie-Blog zu führen, stell dir vor, wie die Reichweite deines Blogs steiget und auch deine Bilder auf den diversen Social Media-Plattformen an Aufmerksamkeit gewinnen. Stell dir vor, wie es sich anfühlt, wenn deine Eltern ihren Freunden stolz deine Bilder zeigen. Stell dir vor, wie es sich für dich anfühlt, wenn dein Name fest mit Fotografie verknüpft wird und du regelmäßig Anfragen für Shootings und Workshops bekommst.

Motivation statt Zwang: Eine positive Formulierung der Ziele schafft eine gute Grundstimmung.

Halte dich nicht zurück und lass dich voll und ganz auf die Vorstellung deines Erfolgs ein. Unsere Gefühle sind ein Katalysator für unsere Motivation. Und die ist für das Erreichen unserer Ziele absolut unabdingbar. Es gilt: Je stärker unsere positiven Emotionen, umso stärker auch unsere Motivation.

3. Gehe einen Vertrag mit dir ein und mach’s schriftlich!

Der nächste große Schritt ist das Verschriftlichen deines Zieles. Durch die Verschriftlichung machst du dein Ziel konkret und damit auch bereits ein Stück weit greifbar. Du kannst diese Verschriftlichung ruhig als Vertrag und damit ein Versprechen an dich selbst sehen.

Achte bei der Verschriftlichung deiner Ziele auf folgende Punkte:

1. Formuliere deine Ziele in „Ich“-Form.

Es sind deine Ziele. Das sollte anhand der Formulierung auch klar ersichtlich sein. Klammere dich nicht aus und nimm dir Zeit, deine Sätze ebenso persönlich wie prägnant auszuformulieren – mit Stichworten ist es nicht getan.

Beispiel: Anstatt von „Gesund essen“ schreibe „Ich ernähre mich gesund und ausgewogen“.

2. Verwende Perfekt und Präsens statt Futur.

Achte bei der Formulierung deines Zieles darauf die Vergangenheits- und Gegenwartsform zu nutzen. So verstärkst du das Gefühl, dass dein Ziel bereits Realität ist – viel mehr als Möglichkeit oder Vision. Das Motto lautet: Fake it, ‚til you make it!

Beispiel: Schreibe „Ich habe ein Buch geschrieben und publiziere meine Texte online“ anstatt von „Ich werde ein Buch schreiben und meine Texte online publizieren“.

3. Verzichte auf Negativ-Formulierungen und beschreibe deine Ziele positiv.

Der Ton macht die Musik. Wer Negativformulierungen verwendet, verstärkt auch negative Gefühle. Versuche Unzufriedenheit und Selbstkritik in deiner Zielformulierung zu vermeiden und nutze positive Emotionen, um dich zu motivieren.

Beispiel: Statt „Ich esse endlich weniger Fast Food und fühle mich nicht mehr so eklig“ sage „Ich esse gesund und frisch und fühle mich fit“.

Wie wir unsere Ziele formulieren beeinflusst im wesentlichen Maße ob wir Erfolg haben oder scheitern.

Ob du deine Ziele handschriftlich oder digital fixierst, bleibt natürlich gänzlich dir überlassen. Beide Varianten haben Vorteile. Während die handschriftliche Variante emotionaler ist, bietet die digitale Variante den Vorteil, dass du sie quasi immer griffbereit bei dir hast. Entscheide dich für die Variante, die für dich persönlich mehr Sinn macht.

4. Der Weg ist das Ziel: Definiere smarte (Zwischen)-Ziele.

Je vager und allgemeiner gefasst dein Ziel ist, desto wichtiger sind klar definierte Zwischenziele.

Das aus dem Projektmanagement stammende SMART-Prinzip kann dir bei der Konkretisierung deiner (Zwischen)-Ziele helfen. Das Prinzip besagt, dass ein Ziel ist nur dann smart ist, wenn es auch spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch & terminiert ist. Aber was heißt das in der Praxis?

Spezifisch: Versuche deine Ziele möglichst genau zu definieren und Abstraktion zu vermeiden. Hier geht es darum möglichst exakt zu sein.
Beispiel: „Ich gehe Montag, Mittwoch und sonntags ins Fitnessstudio“ statt „Ich gehe mehrmals die Woche ins Fitnessstudio“.

Messbar: Versuche dein Ziel messbar zu machen und lege für dich selber Werte fest.
Beispiel: „Ich gewinne monatlich mindestens 2 neue Kunden“ statt „Ich gewinne neue Kunden.“

Attraktiv: Die Frage nach der Attraktivität eines Zieles ist unmittelbar an die Frage nach dem „Warum“ geknüpft. Wenn du dein Ziel nicht als wirklich erstrebenswert erachtest, wirst du vermutlich früher oder später mit Motivationsproblemen kämpfen und somit Schwierigkeiten haben, dein Ziel zu erreichen.

Realistisch: Ein Ziel sollte herausfordern, aber nicht überfordern. Versuche dir dementsprechend Ziele zu setzen, die du auch wirklich erreichen kannst.
Beispiel: „Ich bewerbe mich wöchentlich für fünf Jobs“ statt „Ich bewerbe mich täglich für fünfzehn Jobs“.

Terminiert: Gib deinem Ziel einen klaren Zeitrahmen, um Erfolg oder Misserfolg eines Zieles im Blick zu behalten. Bleibe auch hier realistisch und passe den Zeitrahmen entsprechend an dein Ziel an.

Die Anwendung der SMART-Kriterien auf Ziele ist ein großer Schritt zu deren konkreter Realisierung. Auf der Basis von smart definierten Zwischenzielen, lassen sich bereits leicht konkrete Tasks und To-Do-Listen erstellen, die dir dabei helfen, dich deinem Ziel anzunähern.

5. Auf Worte müssen Taten folgen.

Nachdem du Ziele und Zwischenziele formuliert hast, ist es Zeit, deine Pläne in die Tat umzusetzen. Erstelle dir einen Task-Plan. Überlege dir dafür, welche Schritte notwendig sind, um auf dein Ziel hinzuarbeiten.

Und dann: Fang an.

Erfolg hat drei Buchstaben: TUN.

Unbekannt

Wenn du nach Tipps suchst, um deine Prokrastination zu überwinden, besuche auch unseren Blogpost zum Thema Steigere deine Produktivität mit diesen 3 Strategien. Besonders die „2-Minuten-Regel“ von James Clear kann dir bei deinen ersten Schritten auf dem Weg zu deinem Ziel helfen.

Achte darauf, deinem Ziel im Alltag Zeit einzuräumen. Im Idealfall solltest du täglich etwas tun, um deinem Ziel näher zu kommen – auch dann, wenn es nur eine Kleinigkeit ist. Sollte das nicht machbar sein, macht es Sinn zumindest wöchentlich zu reflektieren. So kannst du deinen Fortschritt im Auge behalten und eventuelle Hindernisse und Verzögerungen zeitnahe erkennen. Und allem anderen voran: Fortschritte feiern.

Also? Los geht’s!

Quellen & weiterführende Literatur:
https://unternehmer.de/management-people-skills/187673-finish-line-ziele-formulieren
https://ronnyschurm.de/beginne-jetzt/formuliere-deine-ziele/
https://positivepsychology.com/goal-setting/
https://medium.com/swlh/5-proven-ways-to-set-goals-and-achieve-them-cf19016b3af1
https://www.mindtools.com/page6.html
https://mrs-happy.net/ziele-richtig-formulieren/
https://www.selbstbewusstsein-staerken.net/ziele-erreichen/
https://www.employeeconnect.com/blog/personal-development-goals-examples

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