Die Corona-Krise hat österreichischen Unternehmen und damit der gesamten Wirtschaft zugesetzt. Die Bundesregierung hat aus diesem Grund ein neues Förderungsprogramm eingeführt, das einen Anreiz für Neuinvestitionen schaffen soll. Auf diese Weise können Unternehmen einen Zuschuss für den Erwerb von immateriellen und materiellen Gütern, unter anderem auch für Investitionen in eine neue Büroausstattung, erhalten.

In diesem Blogbeitrag klären wir alle Fragen zur neuen Investitionsprämie. Du erfährst unter anderem, welche Voraussetzungen für die Beantragung der Förderung erfüllt werden müssen und wie du zu einem Zuschuss kommst.

Investitionsprämie: Was ist das genau?

Unter der Investitionsprämie wird ein staatliches Förderungsprogramm verstanden, das Unternehmen zu Neuinvestitionen bewegen soll. Es wurde aufgrund der Corona-Krise und den damit zusammenhängenden negativen Folgen für österreichische Betriebe und die gesamte Wirtschaft eingeführt. Die Investitionsprämie ermöglicht Unternehmen einen Zuschuss für die Neuanschaffung von Gütern bzw. für Investitionen. Was genau und in welcher Höhe gefördert wird, erfährst du in diesem Beitrag.

Die Abwicklung des Programms erfolgt durch die Austria Wirtschaftsservice GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort. Die Investitionsprämie soll unter anderem zur Unterstützung der österreichischen Wirtschaft sowie der Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen dienen.

Wer wird gefördert?

Eine Förderung im Rahmen der Investitionsprämie können alle Unternehmen ansuchen, unabhängig von deren Größe oder Branchenzugehörigkeit. Das Unternehmen, das einen Förderungsantrag stellt, muss lediglich einen Sitz und/ oder eine Betriebsstätte in Österreich besitzen sowie rechtmäßig im eigenen Namen und auf eigene Rechnung betrieben werden.

Auch neu gegründete Unternehmen können um eine Förderung ansuchen, wenn sie zum Zeitpunkt der Antragstellung bereits gegründet wurden und eine Steuernummer besitzen.

Vom Programm sind allerdings Unternehmen und Gesellschaften ausgeschlossen, gegen die ein Insolvenzverfahren anhängig ist oder sie die Voraussetzungen für die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens auf Antrag der Gläubiger erfüllen.

förderungsmittel

Was wird gefördert?

Mit dem Zuschuss werden sowohl materielle als auch immaterielle aktivierungspflichtige Neuinvestitionen in das abnutzbare Anlagevermögen gefördert. Darunter sind beispielsweise Maschinen, Anlagen sowie Büro- und Geschäftsausstattung zu verstehen. Das Förderungsprogramm bietet demnach eine gute Möglichkeit, um einen Zuschuss für Neuinvestition in die Ausstattung des Arbeitsplatzes mit höhenverstellbaren Schreibtischen und ergonomischen Bürostühlen anzusuchen. 

Als Neuinvestitionen werden darüber hinaus auch gebrauchte Güter verstanden, wenn es sich dabei um eine Neuanschaffung für das investierende Unternehmen handelt.

Aber Achtung: Obwohl die Investitionsprämie die Förderung einer großen Breite an Neuinvestitionen umfasst, gibt es auch Ausnahmen. Nicht gefördert werden klimaschädliche Investitionen, wie z.B. die Anschaffung von Fahrzeugen mit konventionellem Antrieb oder Anlagen, die fossile Energieträger nutzen. Vom Förderungsprogramm ausgenommen sind auch der Erwerb von Gebäuden und Grundstücken sowie der Bau und Ausbau von Wohngebäuden, sofern diese zum Verkauf oder zur Vermietung an Privatpersonen gedacht sind.

Nicht bezuschusst werden auch Finanzanlagen, aktivierte Eigenleistungen, Unternehmensübernahmen und der Erwerb von Beteiligungen. Kosten, die nicht mit einer unternehmerischen Investition verbunden sind sowie Investitionen vor 1. August 2020 oder nach 28. Februar 2021, werden ebenfalls nicht mit einer Prämie unterstützt.

Wie hoch ist die Förderung?

Abhängig davon, für welche Neuinvestition du einen Antrag stellst, wird auch die Höhe des Zuschusses berechnet. Dieser beträgt 14% der Anschaffungskosten bei Investitionen in den Bereichen Ökologisierung, Digitalisierung und Gesundheit. Bei allen anderen Investitionen ist mit einer Prämie von 7% zu rechnen.

Investitionen im Bereich Ökologisierung umfassen z.B. Investitionen in Elektromobilität oder Investitionen, die zur Energieeinsparung in Betrieben beitragen. Mit 14% werden auch Investitionen gefördert, die u.a. die Digitalisierung von Infrastrukturen, Geschäftsmodellen und Prozessen begünstigen. Im selben Ausmaß werden im Bereich Gesundheit z.B. auch Anlagen zur Entwicklung und Produktion von pharmazeutischen Produkten unterstützt.

Beim Ansuchen um eine Investitionsprämie musst du auch die preisliche Unter- und Obergrenze deiner Investitionen beachten. Einen Förderungsantrag kannst du nur stellen, wenn deine Investition nicht unter 5.000 € liegt oder die Summe von 50 Millionen € überschreitet.

Wenn du jedoch mehrere kleine Investitionen tätigst, z.B. in geringwertige Wirtschaftsgüter, kannst du diese zu einem Förderantrag zusammenschließen. Wichtig ist, dass die Summe der jeweiligen Investitionen zumindest bei 5.000 € liegt. Hast du Investitionen vorgenommen, die die Obergrenze von 50 Mio. € überschreiten, kannst du trotzdem um eine Investitionsprämie ansuchen. Dabei wird aber nur der maximale Betrag von 50 Mio. € als Berechnungsgrundlage für deinen Zuschuss betrachtet.

Wie stelle ich einen Förderungsantrag?

Die Einreichung des Förderungsantrages sowie der ganze Ablauf der Investitionsprämie erfolgen online. Den Antrag kannst du über die Webseite der Austria Wirtschaftsservice GmbH stellen.

Die Antragstellung ist noch bis zum 28. Februar 2021 möglich. Du kannst auch für bereits getätigte Investitionen um einen Zuschuss durch das Förderungsprogramm ansuchen. Dies gilt jedoch nur für Investitionen, die nach dem 1. August 2020 vorgenommen wurden.

förderung antrag

Der Ablauf: Wie komme ich zu einem Zuschuss?

Wie erwähnt, läuft der ganze Prozess rund um die Investitionsprämie online ab. Nachdem du einen Antrag über den aws Fördermanager gestellt hast, wird dieser überprüft. Wenn festgestellt wird, dass du alle Voraussetzungen erfüllst und dein Antrag bewilligt wird, erhältst du im nächsten Schritt einen Förderungsvertrag.

In weiterer Folge geht es darum, dein Investitionsprojekt umzusetzen. Zur Inbetriebnahme und Bezahlung der förderungsfähigen Investitionen steht dir ein Durchführungszeitraum zur Verfügung, der mit dem 28. Februar 2022 endet. Überschreitet deine Investition jedoch 20 Mio. €, hast du bis zum 28. Februar 2024 Zeit, dein Investitionsprojekt umzusetzen.

Nach Inbetriebnahme und Bezahlung deines Investitionsprojektes hast du 3 Monate lang Zeit, die Abrechnung online, über den aws Fördermanager, an die Austria Wirtschaftsservice GmbH zu übermitteln. Nachdem deine Abrechnung überprüft wurde, erhältst du deinen Zuschuss in Form einer Einmalzahlung. Du musst also keinen gesonderten Antrag für die Auszahlung der Förderung stellen. Allerdings solltest du beachten, dass du für jede beantragte und abgerechnete Investition eine separate Rechnung vorlegen musst.

Was du beachten musst: Fristen und Bedingungen

Im Zusammenhang mit der Investitionsprämie musst du unter anderem die vorgegebenen Fristen beachten. Wie schon erwähnt, kannst du einen Förderungsantrag noch bis zum 28.02.2021 stellen. Bis zu spätestens diesem Zeitpunkt musst du auch erste Maßnahmen zur Umsetzung deines Investitionsprojektes vornehmen.

Solche Maßnahmen umfassen beispielsweise Bestellungen, Lieferungen, den Beginn von Leistungen, Anzahlungen und Zahlungen, Rechnungen, den Abschluss eines Kaufvertrags oder den Baubeginn der förderungsfähigen Investitionen.

Das Investitionsprojekt musst du in weiterer Folge bis zum 28. Februar 2022 umsetzen. Für Investitionen, die 20 Mio. € überschreiten, gilt eine längere Frist (bis zum 28. Februar 2024). Beachte, dass diese Zeiträume nicht verlängert werden können.

Darüber hinaus solltest du beachten, dass du die geförderten Investitionsgüter 3 Jahre lang an einer Betriebsstätte in Österreich belassen musst. In diesem Zeitraum darfst du die Investitionsgüter nicht verkaufen und sie auch nicht für Zwecke außerhalb der Betriebsstätte in Österreich verwenden.

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